Ist deine Website von PHP2Shell betroffen?
Eine kritische Lücke in PHP erlaubt es Angreifern, ohne Login die Kontrolle über Webserver zu übernehmen. Betroffen sind auch WordPress, Online-Shops und viele Firmen-Websites. Gib deine Adresse ein, und du weißt in Sekunden, wie es aussieht.
Unsicher? Drei Fragen, klare Ansage.
Wenn der Check kein eindeutiges Ergebnis liefert oder du keine Adresse eingeben willst: Beantworte drei Fragen, und du weißt, ob du handeln musst.
Womit wurde deine Website gebaut?
Im Zweifel: Wer hat die Seite erstellt, und wo loggst du dich zum Bearbeiten ein?
Wer betreibt den Server?
Gemeint ist, wo die Website technisch liegt, nicht die Domain.
Welche PHP-Version läuft?
WordPress: Werkzeuge → Website-Zustand → Info → Server. Sonst steht es meist im Kundenmenü deines Hosters.
Worum es geht.
Zwei Fehler im Kern von PHP lassen Angreifer ohne Login fremden Code auf Webservern ausführen, egal welches CMS darauf läuft.
- PHP
- WordPress
- TYPO3
- Joomla
- Drupal
- Shopware
- PrestaShop
- Contao
- Laravel
| PHP | Sicher ab | Status |
|---|---|---|
| 8.5 · 8.4 · 8.3 | 8.5.12 · 8.4.27 · 8.3.36 | Patch verfügbar |
| 8.2 | 8.2.35 | Patch verfügbar Support bis 31.12.2026 |
| 8.1 und älter | — | Kein offizieller Patch |
| Debian / Ubuntu | Paket-Update | Gepatchte Pakete Nummer bleibt teils alt |
In drei Schritten auf der sicheren Seite.
Du musst kein Techniker sein. Meist reicht eine kurze Nachricht an die richtige Stelle.
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Schritt 1
Version herausfinden
WordPress: Werkzeuge → Website-Zustand → Info → Server. Sonst im Kundenmenü deines Hosters unter „PHP-Version“, oder du nutzt den Check oben.
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Schritt 2
Update einspielen lassen
Bitte Hoster, Agentur oder Admin, PHP sofort auf 8.5.12, 8.4.27, 8.3.36 oder 8.2.35 (oder neuer) zu bringen und danach neu zu starten. Bei PHP 8.1 und älter: auf eine aktuelle Version umstellen. Geht beides nicht sofort, empfiehlt das BSI, die Seite vom Netz zu nehmen.
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Schritt 3
Danach kurz nachsehen
Ein Update entfernt keine bereits eingeschleuste Hintertür. Achte auf unbekannte Admin-Konten und fremde Dateien, lass den Malware-Scan deines Hosters laufen und ändere Passwörter und Zugangsschlüssel. Bei Verdacht: Fachleute hinzuziehen.
Häufige Fragen
Wie prüft ihr meine Seite?
Wir rufen deine Startseite einmal ganz normal auf, wie ein Browser, und höchstens eine weitere öffentliche Seite (z. B. die WordPress-Login-Seite). Dabei lesen wir nur, was dein Server ohnehin jedem Besucher mitschickt: PHP-Version, Cookies und Spuren von CMS oder Plattformen. Die gefundene Version gleichen wir mit den gepatchten Versionen ab.
Wir senden keine Angriffe oder Testangriffe, scannen keine Unterseiten, loggen uns nirgends ein und schicken keine Formulare ab. Pfade und Parameter aus der eingegebenen Adresse entfernen wir, geprüft wird immer die Startseite.
Warum ist das Ergebnis keine Garantie?
Ob ein Server wirklich angreifbar ist, ließe sich nur mit einem echten Angriff sicher feststellen, und den führen wir bewusst nicht durch. Viele Server verbergen ihre PHP-Version, und Linux-Distributionen wie Debian oder Ubuntu schließen Lücken oft, ohne die Versionsnummer zu ändern. Grün heißt: Die gemeldete Version ist gepatcht oder die Seite läuft nicht auf PHP. Gelb heißt: Bitte nachfragen. Rot heißt: Bitte heute handeln.
Mein Ergebnis ist grün. Bin ich sicher?
Entweder meldet dein Server eine PHP-Version, in der die Lücke geschlossen ist, oder wir haben ein anderes System erkannt, das gar nicht auf PHP läuft. Beides ist ein sehr gutes Zeichen. Eine Garantie ist es nicht: Wenn mehrere Server hinter deiner Seite stehen, kann es Ausnahmen geben.
Mein Ergebnis ist gelb. Was heißt das?
Deine Seite läuft sehr wahrscheinlich auf PHP, verrät aber nicht genau, ob die Lücke geschlossen ist. Das ist bei gut eingerichteten Servern normal. Frag deinen Hoster oder Dienstleister, ob das PHP-Update vom 21.10.2026 eingespielt ist, oder mach den Selbsttest.
Warum zeigt meine Seite keine PHP-Version an?
Viele Hoster und CDNs wie Cloudflare blenden diese Angabe aus, damit Angreifer weniger über den Server erfahren. Das ist sinnvoll, schützt aber nicht vor der Lücke selbst.
Mein WordPress ist aktuell. Reicht das?
Leider nein. Die Lücke steckt in PHP selbst, also eine Ebene unter WordPress. Auch ein komplett aktuelles WordPress ist betroffen, wenn das PHP darunter nicht gepatcht ist.
Ich nutze Wix, Squarespace oder Shopify. Muss ich etwas tun?
Bei solchen Baukästen betreibt der Anbieter die Technik selbst, du hast keinen eigenen PHP-Server. Für das Update ist dann der Anbieter zuständig, du musst in der Regel nichts unternehmen.
Meine Seite läuft über Cloudflare. Bin ich geschützt?
Teilweise. Cloudflare hat am 21.10. Filterregeln gegen bekannte Angriffe für alle Tarife aktiviert, auch den kostenlosen. Angreifer versuchen aber bereits, solche Regeln zu umgehen. Cloudflare selbst empfiehlt deshalb, trotzdem zu patchen.
Gibt es einen Workaround, bis das Update kommt?
Keinen vollständigen. Das PHP-Projekt nennt Konfigurationsänderungen, die das Risiko für Server-Admins senken (siehe php.net), sie schließen die Lücke aber nicht. Sicher ist nur das Update. Wer nicht sofort patchen kann, sollte die Seite laut BSI vorübergehend vom Netz nehmen. Ein Wartungsmodus von WordPress hilft nicht, weil der Angriff vor WordPress greift.
Kann ich die Lücke nicht einfach mit einem Tool selbst testen?
Bitte nicht. Im Netz kursierende „Test-Tools“ und Exploits stammen von Unbekannten, können selbst Schadsoftware enthalten und deinen Server beschädigen. Gegen fremde Server eingesetzt, sind sie außerdem strafbar. Frag lieber deinen Hoster nach dem Patch-Stand.
Was ist mit Router, NAS oder anderen Geräten?
Auch Geräte mit PHP-basierter Weboberfläche können betroffen sein. Achte auf Firmware-Updates der Hersteller und mach solche Oberflächen nicht aus dem Internet erreichbar.
Speichert ihr meine Eingaben?
Nein, nicht dauerhaft. Zur Missbrauchsabwehr und Fehlersuche protokollieren wir kurzzeitig die geprüfte Domain und das Ergebnis, ohne Personenbezug. Details stehen in der Datenschutzerklärung.